Ausgleichszahlung für Rentenabschläge durch den Arbeitgeber

Ausgleichszahlung für Rentenabschläge durch den Arbeitgeber

Vor einiger Zeit habe ich bereits einen sehr ausführlichen Beitrag zum Thema “Rentenabzüge ausgleichen” geschrieben. In dem Beitrag habe ich mich unter anderem mit folgenden Fragen beschäftigt:

“Wer kann zusätzlich in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, um Rentenabschläge auszugleichen?”

“Wie viel Geld lässt sich auf diesem Weg in der gesetzlichen Rentenversicherung unterbringen?”

“Lohnt sich das überhaupt?”

Und weil das Interesse am Thema so groß war, habe ich noch einen Folgebeitrag speziell zum Thema “Ausgleichszahlung und Steuern” veröffentlicht.

Doch wie es bei so umfangreichen Themen häufig ist:

Selbst diese beiden Beiträge enthalten nicht alle Antworten zum Thema “Ausgleichszahlung für Rentenabschläge”…

Viele Nachfragen zur Ausgleichszahlung durch den Arbeitgeber

Gerade zur Frage: “Kann auch der Arbeitgeber die Ausgleichszahlung leisten, welche Vorteile hat dies und was ist zu beachten?” haben mich eine Vielzahl an Rückfragen erreicht.

Da die Ausgleichszahlung durch den Arbeitgeber für viele Personen besonders interessant zu sein scheint und diesbezüglich viele offene Fragen bestehen, will ich mich diesem Thema in diesem Beitrag genauer widmen:

Kann auch der Arbeitgeber die Ausgleichszahlung leisten?

Beginnen wir mit den Grundlagen:

“Gibt es überhaupt die Möglichkeit, dass der Arbeitgeber für den Versicherten Rentenabschläge in der gesetzlichen Rentenversicherung ausgleicht?”

Die Antwort:

Ja, auch der Arbeitgeber kann für seine Arbeitnehmer Rentenabschläge ausgleichen.”

Welchen Vorteil hat es, wenn der Arbeitgeber die Ausgleichszahlung übernimmt?

Die Frage, die sich nun anschließt, ist natürlich:

“Warum sollte ich die Ausgleichszahlung überhaupt über meinen Arbeitgeber vornehmen lassen? Welche Vorteile hat dies?”

Aus meiner Sicht gibt es zwei Vorteile, die man sich in diesem Zusammenhang genauer anschauen muss:

1. Steuerlicher Vorteil bei Ausgleichszahlung durch den Arbeitgeber

Erfolgt die Ausgleichszahlung für Rentenabzüge über den Arbeitgeber, liegt der Vorteil darin, dass die Hälfte der durch den Arbeitgeber geleisteten Ausgleichszahlung gemäß § 3 Nr. 28 Einkommenssteuergesetz von vornherein steuerfrei ist und die andere Hälfte vom Arbeitnehmer steuerlich als Altersvorsorgeaufwendungen abgesetzt werden kann.

Beispiel:

Zahlt ein Arbeitgeber für einen seiner Arbeitnehmer 20.000 € in die gesetzliche Rentenversicherung ein, um dessen Rentenabschläge bei vorzeitigem Rentenbeginn auszugleichen, müssen nach § 3 Nr. 28 Einkommenssteuergesetz 50 % der Einzahlung – also 10.000 € – nicht versteuert werden.

Auf die andere Hälfte zahlt der Arbeitnehmer zwar zunächst Lohnsteuer, er kann die 10.000 € jedoch in seiner Steuererklärung als Altersvorsorgeaufwendungen absetzen. Die zunächst gezahlte Lohnsteuer erhält er so zum Teil oder in Gänze vom Finanzamt zurück.

Wo ist aus steuerlicher Sicht der Unterschied zur Ausgleichszahlung, die der Arbeitnehmer selbst vornimmt?

“Steuerlicher Vorteil” hört sich erst einmal immer gut an…

Doch schaut man ein wenig genauer hin, stellt sich schnell die Frage: “Wo liegt der Unterschied zur Ausgleichszahlung, die nicht über den Arbeitgeber läuft?” Denn in diesem Fall kann die getätigte Ausgleichszahlung in voller Höhe steuerlich als Altersvorsorgeaufwendungen abgesetzt werden.

Auf unser obiges Beispiel übertragen könnten also rein gedanklich nicht nur 10.000 €, sondern 20.000 € steuerlich als Altersvorsorgeaufwendungen abgesetzt werden.

In beiden Fällen – Ausgleichszahlung durch Arbeitnehmer oder Arbeitgeber – bliebe die Ausgleichszahlung damit grundsätzlich in vollem Umfang steuerfrei beziehungsweise steuerlich absetzbar.

Aber Achtung: Es gibt einen Höchstbeitrag für absetzbare Altersvorsorgeaufwendungen

Der obige Gedanke ist zunächst richtig:

Solange es um kleine Beträge geht, ist es aus steuerrechtlicher Sicht irrelevant , ob die Ausgleichszahlung durch den Arbeitnehmer oder durch den Arbeitgeber getätigt wird.

Interessant wird es aber, wenn es um höhere Beträge geht.

Denn im Einkommensteuergesetz ist festgelegt, dass Altersvorsorgeaufwendungen nur bis zu einem bestimmten Betrag als Sonderausgaben abgesetzt werden können. Dieser Höchstbetrag liegt für eine ledige Person im Jahr 2019 bei 24.305 € (2020: 25.046 €). Für Verheiratete, die steuerlich gemeinsam veranlagt werden, erhöhen sich die maximal absetzbaren Sonderausgaben auf das Doppelte, also 48.610 € (2020: 50.092 €).

Der Höchstbeitrag ist schnell erreicht!

24.305 € hört sich zunächst nach einem recht hohen Betrag an.

Ihr müsst jedoch berücksichtigen, dass ein Teil dieses Maximalbetrags bereits durch andere Zahlungen aufgebraucht wird:

Von den maximal absetzbaren Altersvorsorgeaufwendungen werden nämlich auch die normalen Rentenversicherungsbeiträge des Arbeitnehmers und des Arbeitgebers sowie eventuell gezahlte Beiträge in eine Rürup-Versicherung abgezogen.

Beispiel:

Bei einem jährlichen Verdienst von 50.000 € zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber bereits zusammen 9.300 € an Rentenversicherungsbeiträgen. Der Höchstbetrag von 24.305 € reduziert sich um diesen Betrag, sodass für die Ausgleichszahlung tatsächlich nur noch 15.005 € verbleiben, die steuerlich abgesetzt werden können.

Bei einer Ausgleichszahlung von 20.000 € würde der Maximalbetrag somit bereits überschritten.

Bei Ausgleichszahlung durch den Arbeitgeber: Nur 50 %-Anrechnung auf den Höchstbetrag

An diesem Punkt kommen nun die rechtlichen Vorzüge der Ausgleichszahlung über den Arbeitgeber zum Tragen:

Denn erfolgt die Ausgleichszahlung über den Arbeitgeber, werden nur die 50 %, die der Arbeitnehmer in seiner Steuerklärung angegeben kann, auf die maximal absetzbaren Altersvorsorgeaufwendungen angerechnet. Die andere Hälfte der Ausgleichszahlung reduziert die maximal absetzbaren Altersvorsorgeaufwendungen hingegen nicht.

Werden also 20.000 € durch den Arbeitgeber in die Rentenkasse eingezahlt, können diese auch bei einem Jahresverdienst von 50.000 € voll steuerlich abgesetzt werden.

2. Keine Sozialversicherungsbeiträge bei Ausgleichszahlung durch den Arbeitgeber

Nachdem wir nun den ersten Vorteil der Ausgleichszahlung über den Arbeitgeber kennen, schauen wir uns noch den zweiten Aspekt an, der diese attraktiv macht:

Wird die Ausgleichszahlung durch den Arbeitgeber geleistet, müssen keine Beiträge zur Renten-, Kranken-, und Arbeitslosenversicherung abgeführt werden.

Begründung:

Die Beitragsfreiheit bei einer Ausgleichszahlung über den Arbeitgeber lässt sich rechtlich wie folgt begründen:

1. Wenn Einkommen steuerfrei ist, folgt daraus in den meisten Fällen auch, dass von diesem Einkommen keine Sozialversicherungsbeiträge entrichtet werden müssen.

Dies trifft auch auf die 50 % der vom Arbeitgeber geleisteten steuerfreien Ausgleichszahlung zu. Von diesen 50 % müssen daher keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden.

2. Aber auch von den anderen 50 % werden keine Sozialversicherungsbeiträge abgezogen. Denn diese gelten unabhängig vom Einzelfall als Entschädigung im Sinne des § 24 Nr.1 Einkommenssteuergesetz; und derartige Entschädigungen sind nicht beitragspflichtig.

Welche Sozialversicherungsbeiträge spare ich bei einer Ausgleichszahlung durch den Arbeitgeber?

Was heißt das konkret? Welche Sozialversicherungsbeiträge spare ich, wenn der Arbeitgeber die Ausgleichszahlung leistet?

1. Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung liegt zurzeit bei 18,6 % und wird hälftig vom Arbeitnehmer und hälftig vom Arbeitgeber getragen.

Als Arbeitnehmer spare ich somit 9,3 %, die der Arbeitgeber bei einer normalen Auszahlung als Lohn an die Rentenversicherung hätte abführen müsste.

Von 20.000 € müsste der Arbeitgeber bei einer regulären Auszahlung als Arbeitslohn beispielsweise 1.860 € an Rentenbeitrag abziehen.

Aber: Bei Beitragsfreiheit auch keine Rentenpunkte

1.860 € sparen hört sich zunächst gut an…

Tatsächlich liegt hierin aber sogar ein Nachteil für den Arbeitnehmer. Denn er spart sich nicht nur den Arbeitnehmerbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung, auch der Arbeitgeberbeitrag fließt nicht in die Rentenkasse.

Am besten wird dieser Nachteil an einem Beispiels deutlich:

Beispiel:

Frau Frank hat die Wahl:

Entweder ihr Arbeitgeber zahlt ihr 20.000 € als Lohn aus und sie zahlt das Geld selbst im Wege der Ausgleichszahlung in die Rentenkasse ein oder der Arbeitgeber übernimmt die Ausgleichszahlung.

Option 1:

Im ersten Fall werden Frau Frank tatsächlich nur 18.140 € ausgezahlt, weil von den 20.000 € die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung abgezogen werden. (Steuern und Beiträge zu den anderen Sozialversicherungsträger lasse ich an dieser Stelle unberücksichtigt, um das oben aufgeworfene Problem besser herausstellen zu können.)

Frau Frank zahlt dann die 18.140 € im Rahmen der Ausgleichszahlung in die Rentenkasse ein und der Arbeitgeber entrichtet von den 20.000 € den Arbeitnehmer- und den Arbeitgeberbeitrag zur Rentenkasse. In Summe fließen der Rentenversicherung also 21.860 € zu – 18.140 € Ausgleichszahlung + 1.860 € Arbeitnehmerbeitrag + 1.860 € Arbeitgeberbeitrag.

Option 2:

Übernimmt der Arbeitgeber hingegen die Ausgleichszahlung, ist er nicht verpflichtet, diese um den Arbeitgeberbeitrag aufzustocken. Bei einer Einzahlung von 20.000 € durch den Arbeitgeber würde Frau Frank somit auch nur Rentenanwartschaften im Wert von 20.000 € erwerben.

2. Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung

In der Realität werden von den 20.000 € Lohn jedoch nicht nur die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, sondern auch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen.

Der durchschnittliche Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung liegt aktuell (2019) bei 15,5 %, 7,75 % hiervon hat der Arbeitnehmer zu tragen.

Bei 20.00 € wären dies 1.550 € die man sich spart, wenn die Ausgleichszahlung über den Arbeitgeber läuft.

Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung liegt zurzeit bei 3,05 % beziehungsweise 3,3 % für Kinderlose (Arbeitnehmerbeitrag: 1,525 % bzw. 1,775 %).

Bei einer Ausgleichszahlung in Höhe von 20.000 € über den Arbeitgeber kommt es in der Pflegeversicherung somit zu einer Ersparnis von ca. 300 €.

3. Beitrag zur Arbeitslosenversicherung

Und auch in der Arbeitslosenversicherung spart man durch die Zahlung über den Arbeitgeber Geld. Bei einer Einzahlung in Höhe von 20.000 € liegt die Ersparnis für den Arbeitnehmer bei 250 €, da der Beitragssatz in der Arbeitslosenversicherung 2019 bei 2,5 % – 1,25 % sind durch den Arbeitnehmer- und 1,25 % durch den Arbeitgeber zu tragen – liegt.

Auch der Arbeitgeber spart Sozialversicherungsbeiträge

Für den Arbeitnehmer liegt die Gesamtersparnis an Sozialversicherungsbeiträgen somit – wenn er sich für eine Ausgleichszahlung in Höhe von 20.000 € über den Arbeitgeber entscheidet – bei ca. 4.000 €.

Seid euch aber bewusst, dass nicht nur ihr diese 4.000 € spart, sondern auch euer Arbeitgeber.

Euer Arbeitgeber kann also durchaus auch selbst Interesse an der Ausgleichszahlung über den Arbeitgeber haben. Und daher besteht an dieser Stelle auch durchaus Potenzial für Verhandlungen:

Steht ihr vor der Frage: “Auszahlung als Lohn oder Einzahlung in die Rentenkasse über den Arbeitgeber” sollte, wenn die Wahl auf Option 2 fällt, der Arbeitgeber aus meiner Sicht einen höheren Betrag in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen als er alternativ als Lohn ausgezahlt hätte.

Ich persönlich bin der Meinung, der Arbeitgeber sollte zumindest die gesparten Rentenversicherungsbeiträge oben drauf legen, also an den Arbeitnehmer weiterreichen.

Wie funktioniert die Ausgleichszahlung über den Arbeitgeber?

Nachdem wir uns die Vorteile der Ausgleichszahlung durch den Arbeitgeber genauer angeschaut haben, will ich abschließend die Frage beantworten:

“Wie muss ich vorgehen, wenn die Ausgleichszahlung über den Arbeitgeber erfolgen soll?”

1. Ihr benötigt eine besondere Rentenauskunft

Um eine besondere Rentenauskunft zu erhalten, müsst ihr den Vordruck V0210 bei dem für euch zuständigen Rentenversicherungsträger einreichen.

Im Vordruck wird auch eine Arbeitgeberbescheinigung (V0211 gefordert). Die Angaben eures Arbeitgebers werden erbeten, damit euer aktuelles Einkommen bis zum Rentenbeginn fortgeschrieben werden kann. Der V0211 ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Alternativ kann auf dem V0210 handschriftlich vermerkt werden, dass stattdessen das zuletzt gemeldete Einkommen weiter fortgeschrieben werden soll.

Zusätzlich zum Vordruck V0210 müsst ihr entweder den Vordruck V0100 oder V0300 ausfüllen. Welcher der beiden für euch relevant ist, hängt davon ab, ob euer Rentenkonto bereits geklärt ist (V0300) oder ob ihr noch keine Kontenklärung habt vornehmen lassen (V0100).

2. Stimmt euch mit eurem Arbeitgeber ab

Sobald euch die besondere Rentenauskunft vorliegt, könnt ihr diese in Kopie an euren Arbeitgeber weitergeben und mit diesem abstimmen, wann er wie viel Geld im Wege der Ausgleichszahlung in die Rentenkasse einzahlen soll.

Die Kontoverbindung des Rentenversicherungsträgers findet sich auf der besonderen Rentenauskunft. Der Rentenversicherung ist es egal, ob die Einzahlung durch den Arbeitgeber erfolgt oder durch den Arbeitnehmer. Eine besondere Mitteilung darüber, dass der Arbeitgeber die Ausgleichszahlung vornimmt, ist nicht erforderlich.

Wie der Arbeitgeber die Ausgleichszahlung (melde)technisch umsetzt, kann ich an dieser Stelle leider nicht beantworten. Sollte es diesbezüglich Experten geben, wäre ich für eine Ergänzung im Kommentarbereich sehr dankbar.

3. Setzt 50 % der Ausgleichszahlung von der Steuer ab

Nachdem der Arbeitgeber die Ausgleichszahlung vorgenommen hat, erhält der Arbeitnehmer vom Rentenversicherungsträger eine Bescheinigung über die Höhe des eingezahlten Betrags. Außerdem wird er darüber informiert, wie viel Geld jetzt noch maximal im Rahmen der Ausgleichszahlung eingezahlt werden kann.

Wie oben erläutert, kann der Arbeitnehmer 50 % der Ausgleichszahlung als Altersvorsorgeaufwendungen von der Steuer absetzen.

Hierzu nutzt ihr – zumindest bei der Steuererklärung für die Jahre 2017 und 2018 – die Anlage “Vorsorgeaufwand”. Unter der Rubrik “Beiträge zur Altersvorsorge” gebt ihr in Zeile 6 alle Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung an, die nicht bereits  in Zeile 4 geltend gemacht wurden. In Zelle 6 gehören daher auch die 50 % der durch den Arbeitgeber geleisteten Ausgleichszahlung.

Alternative: Einzahlung in eine Betriebsrente

Seid ihr auf der Suche nach Möglichkeiten, um möglichst steuer- und beitragsfrei für das Alter vorzusorgen, könnte alternativ auch die Einzahlung in eine Betriebsrente interessant sein.

Denn bis zu einer Höhe von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung – im Jahr 2019: 3.216 € – sind Einzahlungen in eine Betriebsrente sowohl steuer- als auch beitragsfrei möglich.

Wenn die Einzahlungen 4 % der Beitragsbemessungsgrenze übersteigen, müssen von den übersteigenden Beträgen zwar Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden, bis zu einer Grenze von 8 % der Beitragsbemessungsgrenze (2019: 6.432 €) bleiben die Einzahlungen jedoch weiterhin steuerfrei.

Bei Verträgen, die erstmals 2019 geschlossen wurden, ist der Arbeitgeber sogar verpflichtet, einen Zuschuss von mindestens 15 % auf die Einzahlung des Arbeitnehmers zu gewähren.

Besondere Regelung bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Eine noch höhere Steuerersparnis lässt sich realisieren, wenn man seine Abfindung wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses in eine Betriebsrente einzahlt:

Nach § 3 Nr. 63 Einkommenssteuergesetz können im Rahmen der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses nämlich bis zu 4 % der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung vervielfältigt mit der Anzahl der Dienstjahre für den jeweiligen Arbeitgeber (maximal 10 Jahre) steuerfrei in eine Betriebsrente eingezahlt werden.

Sofern man 10 oder mehr Jahre für einen Arbeitgeber tätig war, wären dies im Jahr 2019 also bis zu 32.160 €, die man steuerfrei in einer Betriebsrente unterbringen könnte – allerdings mit den – euch vermutlich bekannten – “Nachteilen” einer Betriebsrente.

Hier gilt es: Nicht vorschnell handeln. Alternativen vergleichen. Beratung einholen.


Habt ihr Fragen oder Anmerkungen zur Ausgleichszahlung für Rentenabschläge durch den Arbeitgeber? Schreibt gerne einen Kommentar im Kommentarbereich oder eine E-Mail an rentenfuchs@gmx.de. Auch über Mitteilungen zu euren Erfahrungen mit der Ausgleichszahlung würden ich und vermutlich auch viele andere Leser sich sehr freuen.


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