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So teuer wird die Ausgleichszahlung für Rentenabschläge im Jahr 2023

In mehreren meiner Beiträge bin ich bereits darauf eingegangen: Im Vergleich zu den Vorjahren lassen sich Rentenabschläge im Jahr 2022 ziemlich günstig ausgleichen. Dies ist einem coronabedingten Sondereffekt geschuldet und wird bereits im kommenden Jahr wieder ganz anders aussehen.

Nachdem die Zahlen zur Rentenanpassung 2022 veröffentlicht wurden, lässt sich nun auch schon ziemlich genau abschätzen, wie teuer ein Rentenpunkt im Jahr 2023 voraussichtlich sein. Und genau dies werde ich im Weiteren tun.

All jene, die Ihre Rentenabschläge erst im nächsten Jahr ausgleichen möchten, sollten also auf jeden Fall weiterlesen.

Berechnung des vorläufigen Durchschnittsentgelts 2023:

Um zu bestimmen, wie teuer die Ausgleichszahlung im Jahr 2023 sein wird, muss das vorläufige Durchschnittsentgelt für das Jahr 2023 berechnet werden.

Denn für die Ausgleichszahlung für Rentenabschläge gilt die besondere Regelung: Die Berechnung erfolgt immer anhand des vorläufigen Durchschnittsentgelts. Selbst wenn zu einem späteren Zeitpunkt das endgültige Durchschnittsentgelt bekannt ist, erfolgt keine Neuberechnung.

Das vorläufige Durchschnittsentgelt 2023 wird berechnet, indem das endgültige Durchschnittsentgelt des Jahres 2021 um den doppelten Faktor erhöht wird, um den sich das endgültige Durchschnittsentgelt zwischen 2020 und 2021 erhöht hat.

Den Ausgangspunkt für meine Berechnung stellt also der endgültige Durchschnittsverdienst 2020 dar, der sich ganz einfach den offiziellen Zahlen entnehmen lässt und bei 39.167 Euro liegt.

Da der endgültige Durchschnittsverdienst für das Jahr 2021 hingegen noch nicht offiziell feststeht, bediene ich mich hier eines Tricks: Aus den Zahlen zur Rentenanpassung 2022 entnehme ich einfach den Faktor, um den die Entgelte in den westdeutschen Bundesländern zwischen 2020 und 2021 gestiegen sind. Dieser Wert liegt bei 3,48 %.

Für das Jahr 2021 ergibt sich damit ein endgültiger Durchschnittsverdienst in Höhe von 40.530 Euro.

Die Berechnung des vorläufigen Durchschnittsentgelts 2023 stellt mit diesem Wissen nun auch kein großes Problem mehr dar: Hierfür muss lediglich der endgültige Durchschnittsverdienst 2021 – 40.530 Euro – mit dem Doppelten von 3,48 %, also mit 6,96 % vervielfältigt werden.

Für das Jahr 2023 komme ich folglich auf einen vorläufigen Durchschnittsverdienst in Höhe von 43.351 Euro.

Der in meinem Artikel „Ausgleichszahlung für Rentenabschläge – 2022 besonders günstig“ prognostizierte Mindest-Durchschnitt für 2023 ist damit deutlich überschritten worden. Damals hatte ich für das Jahr 2023 prognostiziert, dass der vorläufige Durchschnittsverdienst sicher bei 41.550 Euro, womöglich auch noch höher liegen wird.

So teuer wird der Entgeltpunkt im Jahr 2023

Da der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung aller Voraussicht nach auch im kommenden Jahr bei 18,6 % verbleiben wird, ergibt sich für das Jahr 2023 im Ergebnis ein Preis für einen Entgeltpunkt in Höhe von 8.063,29 Euro; gerundet also 8.060 Euro.

Vergleich mit dem Jahr 2022

Die große Frage, die sich nun stellt:

Wie sieht der Vergleich mit dem aktuellen, also dem Jahr 2022 aus?

Werfen wir dazu einfach einen Blick auf die Zahlen:

2022 kostet der Rentenpunkt noch 7.235,59 Euro, 2023 werden es dann ca. 8.060 Euro sein. Dies entspricht einem Anstieg um 824 Euro pro Rentenpunkt bzw. um 11,4 %.

Jemand, der sieben Rentenpunkte erwerben muss, um seinen Rentenabschlag in Gänze auszugleichen, müsste hierfür im Jahr 2022 rund 50.650 Euro zahlen, 2023 werden es dann um die 56.420 Euro seien – also rund 5.800 Euro mehr.

Hier geht es also um ganz schön hohe Beträge.

Schlussfolgerung

Doch welche Schlussfolgerung ist aus diesem Wissen zu ziehen? Sollte man nun auf jeden Fall zusehen, dass man seine Rentenabschläge noch im Jahr 2022 ausgleicht?

Eine pauschale Empfehlung lässt sich hier meines Erachtens nicht geben: Denn wie so häufig hängt es von der individuellen Situation und insbesondere der individuellen steuerlichen Situation ab, wie die Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung am sinnvollsten ausgestaltet wird.

Denn die Ausgleichszahlung ist zwar steuerlich absetzbar, jedoch nur bis zu einem gesetzlich festgelegten Höchstbetrag. Unter steuerlichen Gesichtspunkten ist es daher meist sinnvoll, die Ausgleichszahlung über einen möglichst langen Zeitraum zu strecken und im Gegenzug etwas höhere Preise für einen Rentenpunkt zu zahlen.

Beim Vergleich 2022 und 2023 geht es jedoch nicht um einen etwas höheren Preis, sondern um einen ziemlich deutlichen Preisanstieg. Aus meiner Sicht mag es daher durchaus sinnvoll sein, im Jahr 2022 einen erhöhten Betrag einzuzahlen und den Einzahlungsbetrag nicht ganz gleichmäßig auf die bis zum Rentenbeginn noch verbleibenden Jahre zu verteilen; der für die steuerliche Absetzbarkeit von Altersvorsorgeaufwendungen geltende Maximalbetrag sollte meiner Meinung nach aber weiterhin berücksichtigt werden.

Das Gute: Es gibt Möglichkeiten, mit denen man es schafft, dass die Ausgleichszahlung steuerlich dem Jahr 2023 zugerechnet wird, für diese aber noch die günstigen rentenrechtlichen Konditionen des Jahres 2022 gelten:

Entweder beantragt man die besondere Rentenauskunft ca. Ende 2022, sodass die Bescheiderteilung durch die Deutsche Rentenversicherung erst im Jahr 2023 erfolgt. Sofern man die Einzahlung dann innerhalb von drei Monaten nach Bescheiderteilung vornimmt, gelten ausnahmsweise noch die 2022er-Konditionen, steuerlich fällt die Zahlung aber schon ins Jahr 2023, weil hier das sogenannte Abflussprinzip gilt.

Oder: Will man keine (neue) besondere Rentenauskunft beantragen, kann man alternativ die Einzahlung auch innerhalb der ersten Januartage des Jahres 2023 veranlassen. Wie im Beitrag „Ausgleichszahlung für Rentenabschläge – 2021 einzahlen, aber von den 2022er-Konditionen profitieren?“ beschrieben, wird diese dann rentenrechtlich, nicht steuerrechtlich noch dem Vorjahr zugeordnet.

Dieser Beitrag hat 21 Kommentare

  1. Markus

    Servus Rentenfuchs, am 10. Juni hat der Bundesrat den aktuellen Rentenwert verabschiedet, der ab dem 01. Juli 2022 gilt. Ab diesem Datum wirken sich die rentenrechtlichen Grundzahlen zum meine Gunsten. Sollte ich jetzt über eine Sonderzahlung nachdenken, um meine Rente zu erhöhen oder sind oben beschriebene Informationen unverändert? Gruß Mark

    1. Juergen

      Die oben beschriebenen Informationen gelten unverändert d.h. der Preis für einen Entgeltpunkt gilt jeweils für das gesamte Jahr und ist vom vorläufigen Durchschnittsverdienst abhängig. Der Rentenwert dagegen ist erst ab dem Zeitpunkt relevant, an dem Sie in Rente gehen.

      Nicht verwechseln: der “Preis für einen Entgeltpunkt (manchmal auch als Rentenpunkt bezeichnet)” und der “Rentenwert” sind verschiedene Rechengrößen!

  2. Guschi

    Eine Frage hinsichtlich der Rentenhöhe, wenn eine Ausgleichszahlung geleistet wird:
    In der Renteninformation von der DRV gibt es ja die Angabe über die “Höhe der künftigen Regelaltersrente”. Hierin sind zwei Beträge aufgeführt: 1. “Ihre bislang erreichte Rentenanwartschaft entspräche nach heutigem Stand einer monatl. Rente von:” und 2. “Sollten bis zum Rentenbeginn Beiträge wie im Durchschnitt der letzten 5 Jahre gezahlt werden, bekämen Sie…”.

    Fiktives Beispiel:
    1. bislang erreichte Anwartschaft: 1.000,–
    2. Betrag, der mit 67 ausgezahlt würde: 1.500,–

    Wenn man jetzt durch eine Ausgleichszahlung (z.B. 20.000,–) ca. 3 Rentenpunkte und damit in etwa 100,– Euro monatlich zusätzlich bekäme, würde ich ja nach der Einzahlung für Punkt 1 einen Betrag von 1.100,– haben. Angenommen, ich würde jetzt (ab heute) nicht mehr weiterarbeiten und auch nicht in die Rente einzahlen und statt mit 67 mit 63 in Rente gehen wollen, dann hätte ich doch mit 63 zumindest den Betrag von 1.100,– zur Verfügung – oder würden mir von den 100,– Euro dann noch 14,4 % abgezogen werden?
    Danke übrigens für die brauchbaren Infos auf Ihrer Seite!

    1. Gato Loco

      Die bislang erreichte Anwartschaft in Höhe von € 1.000 (plus evtl. jährliche Rentenanpassungen) erhalten Sie nur, wenn Sie erst mit 67 Jahren in Rente gehen. Wenn Sie 48 Monate früher in Rente gehen und davor ca. 3 zusätzliche Rentenpunkte “erwerben”, werden Sie einen Abzug in Höhe von 14,4% haben und zwar vom ganzen Betrag in Höhe von € 1.100.

      VG

      1. Guschi

        Wenn dem so wäre (kann das jemand bestätigen?), “lohnt” sich das Ganze ja trotz in diesem Jahr günstig zu erwerbender Rentenpunkte eigentlich nicht mehr (es sei denn, ich werde über 90).

        1. Juergen

          Der Kommentar von Gato Loco ist korrekt. Eine vorzeitige Inanspruchnahme der Rente d.h. vor dem Alter von 67 erfolgt stets mit Abschlägen, anders wäre das auch nicht finanzierbar. Ausnahme ist die abschlagsfreie Rente bei mehr als 45 Beitragsjahren.
          Die Einzahlung von zusätzlichen Beiträgen dient ja genau dem Zweck, diese Abschläge abzumildern und lohnt sich tatsächlich nur, wenn man ein bestimmtes Alter erreicht.

  3. Tee

    Ich bin 58 und möchte dieses Jahr (2022) noch einen etwas höheren Betrag als Ausgleichszahlung leisten. Dafür müsste ich ja, wenn ich es richtig verstanden habe, zuerst noch das Verfahren der Antragsstellung durchführen. Sprich: Vordruck 0210 (Antrag auf Auskunft über Höhe der Beitragszahlung…) und entweder V0100 (Antrag auf Kontenklärung) oder V0300 (Fragebogen zu Änderungen seit der letzten Kontenklärung). Sie schrieben in einem früheren Artikel, das auf das Einreichen des Vordrucks 0211 (Arbeitgeberbescheinigung) verzichtet werden könnte, wenn man es wünscht.

    Zur Arbeitgeberscheinigung auch gleich meine erste Frage: Sie schrieben, dass dann das Einkommen vom Vorjahr genommen und bis zum Rentenbeginn prognostiziert würde. Ich bin aber wegen Befristung nur noch bis August nächsten Jahres (2023) beschäftigt und dann voraussichtlich arbeitslos. Sollte ich noch eine neue Stelle finden, würde ich höchstwahrscheinlich etwas weniger verdienen als jetzt. Wenn die DRV dann die “Prognose” mit meinem Einkommen aus dem letzten Jahr bis zu meinem 67. Lebensjahr berechnen würde, wäre dies ja eine ziemliche Verfälschung. Kann/sollte man diesen (meinen) Sachverhalt der DRV noch einmal “extra” in einem Schreiben schildern, damit die Berechnung realistisch(er) wird?

    Aus Ihrer Erfahrung: wie lange dauert es ungefähr nach meinem Antrag, bis ich eine Antwort von der DRV erhalte (ich möchte ja noch bis Ende des Jahres einzahlen)? Wenn ich die Antwort erhalten habe: kann ich dann sofort den gewünschten Betrag an die DRV überweisen (wohin, wird ja sicherlich in diesem Schreiben stehen)?

    Ich möchte dieses Jahr noch einzahlen, damit ich 1. noch von den günstigen Bedingungen in 2022 profitiere und 2. entsprechend die Steuerlast senken kann (denn nächstes Jahr arbeite ich ggf. nur noch 8 Monate und zahle dadurch natürlich (aufs Jahr gesehen) weniger Steuern). Meine Frau möchte im Jahr 2022 für sich selbst ebenfalls eine Ausgleichszahlung leisten. Wir werden zusammen veranlagt und hätten dann ja auch die doppelt absetzbaren Sonderausgaben von 48.610 € (Jahr 2018) minus die Arbeitgeber/Arbeitnehmer-Beiträge zur Rentenversichung und davon 94 %, richtig? (unabhängig davon, ob jetzt ich alleine oder nur meine Frau oder wir beide einzahlen).
    (möglicherweise lohnt es sich steuerlich gesehen eher, eine Zahlung in diesem Jahr und eine andere (z.B. jene von meiner Frau) im nächsten Jahr durchzuführen (dann profitiert man (bzw. einer) allerdings nicht mehr von den guten Bedingungen in 2022) – aber das ist eine andere Frage)

  4. Andreas

    Hallo Rentenfuchs,
    vielen Dank für die Fülle an Informationen. Ich befasse mich auch intensiv mit dem Thema Ausgleichszahlungen. Insbesondere mit dem Aspekt in 2023 günstig Rentenpunkte zum 2022er Kurs zu kaufen.

    In verschiedenen Beträgen auf deinen Seiten wird die “8-Tage-Regel” erwähnt.

    Ich war bisher davon ausgegangen, dass bis zum 31. März eines Jahres Augleichszahlungen rückwirkend für das vergangene Jahr gezahlt werden können.

    Siehe dazu: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/BadenWuerttemberg/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/210305-Freiwillige-Beitraege.html

    Oder war das eine einmalige Aktion?

    VG

    1. Rentenfuchs

      In dem von Ihnen zitierten Link geht es um die Zahlung freiwilliger Beiträge, nicht um die Ausgleichszahlung für Rentenabschläge. Das sind zwei Unterschiedliche Paar Schuhe.

      1. Anonymous

        Danke für die Rückmeldung, aber basierend auf dem Absatz

        “Freiwil­lig einzahlen können zum Beispiel selbstständig Tätige, Beamtinnen und Beamte sowie Hausfrauen/-männer. Wie hoch die freiwilligen Beiträge sein sollen, bestimmt man selbst: mindestens 83,70 Euro und höchstens 1.283,40 Euro pro Monat sind zahlbar, wenn die Beiträge für 2020 gelten sollen. Höchstens 1.320,60 Euro, wenn sie für 2021 entrichtet werden. Aber auch pflicht­versicherte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 50 können mit zusätzlichen Einzahlungen Abschläge ausgleichen und ihre Rente damit erhöhen. Wie hoch in diesem Fall die Einzahlungen sein müssen, berechnet auf Wunsch der Rentenversicherungsträger.”

        war ich davon ausgegangen, dass es auch um Ausgleichszahlungen ab 50 geht. Schließlich wird es im gleichen Kontext erwähnt.

  5. Andrea

    Hallo Rentenfuchs,
    wenn ich diesen Artikel richtig verstehe, ist der preiswerte Erwerb im ganzen Jahr 2022. An anderen Stellen habe ich aber verstanden, dass der billige Ausgleichszahlungsmöglichkeit am 1.7.2022 endet.
    Ob Du mir verraten kannst, welche Variante korrekt ist?
    Vielen lieben Dank! Für die ganze Seite und die Wahnsinnsarbeit!!!!

    1. Gato Loco

      Die 1. Variante ist richtig.

      VG

  6. Ralf

    Geniale Seite, Respekt.
    aber das die Zahlung ab nächstem Jahr soviel teurer wird, nicht gut für mich werde erst im August 23 – 50.
    Versuche einfach mal meine Kontenklärung machen und versuchen die Ausgleichzahlung vielleicht doch dieses Jahr noch mit geteilt zu bekommen, irgendwo hatte ich mal gelesen das die auch schon jemand vorher bekommen hat.
    andere Frage die Schulzeiten nach dem 17 Lebensjahr die nicht in meinen Verlauf aufgeführt sind zählen bei den Wartezeiten für Besonders Langjährige Versicherte auch mit oder nur bei den 35 Jahren ? sprich lohnt sich das Nachmelden für mich, dem es nur um die 45Jahre geht.
    Danke & Gruss Ralf

    1. Rentenfuchs

      Hallo Ralf,
      zunächst zu deiner zweiten Frage: Während Schul- und Studienzeiten werden keine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt, weshalb diese bei der 45-jährigen Mindestversicherungszeit nicht mitzählen – bei den 35 Jahren hingegen schon.

      Laut Gesetz kann eine besondere Rentenauskunft auch schon vor dem 50. Lebensjahr erteilt werden, sofern ein berechtigtes Interesse besteht. Der deutlich günstigere Preis für einen Rentenpunkt im Jahr 2022 könnte meines Erachtens ein derartiges berechtigtes Interesse darstellen – insbesondere für jemanden, der im Jahr 2023 das 50. Lebensjahr erreicht. An Ihrer Stelle würde ich daher auf jeden Fall den Antrag noch im Jahr 2022 stellen. Sollte dieser abgelehnt werden, kann man ja auch immer noch Widerspruch einlegen. So müsste es eigentlich möglich sein, sich die 2022er-Konditionen zu sichern.

  7. TeWe

    Hallo Rentenfuchs, ich habe ein Verständnisproblem! Wenn ich Ende 2022 eine besondere Rentenauskunft beantrage,
    die dann Anfang 2023 erteilt wird – wie soll ich dann in 2022 einzahlen? Höhe der maximalen Einzahlung, Kontoverbindung etc. stehen doch in der Rentenauskunft, die erst 2023 kommt…

    1. Bernd

      Zahlt man nach Erhalt der besonderen Rentenauskunft innerhalb einer Frist, i.d.R. 3 Monate das Geld ein, gilt dieses als gezahlt zum Zeitpunkt des Antragseingangs bei der DRV.

    2. Rentenfuchs

      Sofern Ihnen noch keine besondere Rentenauskunft vorliegt und Sie 2022 einzahlen wollen, müssen Sie den Antrag so stellen, dass Sie die Auskunft noch im Jahr 2022 erhalten. Wenn man den Antrag aber beispielsweise Mitte September 2022 stellt, könnte es passen, dass man sowohl 2022 als auch noch im Jahr 2023 zu den 2022er-Konditionen einzahlen kann.

  8. Alex

    Lieber Rentenfuchs,
    wow das ist echt ein Unterschied in 2022 und 2023.
    Kann man eigentlich zwei freiwillige Nachzahlungen für Studienzeiten (jeweils in Raten) parallel tätigen. Oder muss man immer erst einen Nachzahlungszeitraum abgeschlossen habe bevor man de nöchsten beantragen kann?

    Ich finde es echt super dass es deinen Blog gibt, so eine tolle Infoquelle!!!!

    1. Rentenfuchs

      Hallo Alex, sofern es um die Nachzahlung für Schul- und Studienzeiten geht, beachte bitte, dass diese im Jahr 2022 nicht deutlich günstiger ist als im Jahr 2023. Hier wird nämlich nicht mit dem vorläufigen Durchschnittsverdienst, sondern mit dem endgültigen Durchschnittsverdienst gerechnet – anders als bei der Ausgleichszahlung für Rentenabschläge.

      Wenn man Ratenzahlung beantragt hat, könnte es problematisch werden, wenn man vom Nachzahlungszeitraum abweichen möchte. Dies dürfte jedoch stark vom Sachbearbeiter bei der Deutschen Rentenversicherung abhängig sein. Im Zweifel dort einfach mal unverbindlich anfragen.

  9. Spooky

    Hallo Rentenfuchs,

    mich würde interessieren, wie hoch die Beitragsbemessungsgrenze West 2023 (geschätzt / hochgerechnet) sein würde, bekomme die Berechnung aber nicht hin.

    Kannst Du mir helfen?

    Gruß

    1. Rentenfuchs

      Mit der Frage habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt. Kann also aktuell leider keine Hilfestellung geben.

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