Werden Mieteinkünfte auf Witwen- und Witwerrenten angerechnet?

Werden Mieteinkünfte auf Witwen- und Witwerrenten angerechnet?

In zwei Beiträgen habe ich mich bereits genauer mit der Einkommensanrechnung auf Witwen- und Witwerrenten beschäftigt:

Zum einen habe ich mir angeschaut, wie die eigene Rente auf eine Witwen- oder Witwerrente angerechnet wird und zum anderen, wie die Anrechnung von Arbeitsentgelt auf eine Hinterbliebenenrente erfolgt. Doch neben Rente und Lohn gibt es ja noch viele weitere Einkommensarten, bei denen sich die Frage stellt:

„Werden die Einnahmen auf die Hinterbliebenenrente angerechnet und wenn ja, in welcher Höhe?“

Inhalt dieses dritten Beitrags zur Anrechnung von Einkommen auf Witwen- und Witwerrenten ist die Beantwortung der Frage:

„Wann und in welcher Höhe werden Mieterträge auf eine Witwen-/ Witwerrente angerechnet?“

Beispiel: Anrechnung Mieterträge auf Witwenrente

Wie in den letzten beiden Beiträgen zur Einkommensanrechnung werde ich auch in diesem die Anrechnung von Mieteinkünfte auf Witwen- und Witwerrenten anhand eines Beispiels genauer erläutern:

Frau Ludwigs Ehemann ist am 15. Januar 2020 verstorben. Er war bereits Rentner und hat monatlich 2.000 € an Brutto-Rente erhalten. Als Besitzer mehrerer Mietwohnungen hatte Herr Ludwig zusätzlich zu seiner gesetzlichen Rente monatliche Mieteinkünfte.

Frau Ludwig hat kein eigenes Einkommen. Ab dem 1. Februar 2020 hat sie Anspruch auf eine Witwenrente aus der Versicherung ihres verstorbenen Ehegatten. Außerdem hat ihr Mann ihr die Mietwohnungen vererbt, sodass ihr zusätzlich monatliche Mieterträge zufließen. Sie fragt sich nun:

„Bekomme ich überhaupt noch eine Witwenrente, wenn ich Eigentümerin und Vermieterin von mehreren Mietwohnungen bin und hierdurch monatliche Einkünfte habe?“

Das Sterbevierteljahr

In den ersten drei Monaten nach dem Tod von Herrn Ludwig erfolgt keine Einkommensanrechnung. Die Witwenrente wird in diesen drei Monaten in der Höhe gezahlt, in der sie zuvor an Herrn Ludwig geflossen ist. Von Februar bis Ende April erhält Frau Ludwig somit insgesamt 6.000 € brutto an Witwenrente.

Das Sterbevierteljahr kann in einer Summe ausgezahlt werden, wenn der entsprechende Antrag auf Vorschusszahlung rechtzeitig gestellt wird.

Wer eine Vorschusszahlung erhalten kann und wie diese beantragt wird, habe ich im Beitrag “Wird meine eigene Rente auf meine Witwen- oder Witwerrente angerechnet?” genauer beschrieben.

Anrechnung von Mieteinkünften nach dem Sterbevierteljahr

Ob nach Ablauf des Sterbevierteljahres Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung auf die Witwenrente von Frau Ludwig angerechnet werden, ist davon abhängig, ob sich die Witwenrente von Frau Ludwig nach neuem oder nach altem Recht berechnet.

Die Höhe der Witwenrente nach Ablauf des Sterbevierteljahres ist sowohl davon abhängig, ob altes oder neues Recht Anwendung findet, als auch davon, ob eine kleine oder eine große Witwenrente gezahlt wird.

Ich gehe im Weiteren davon aus, dass Frau Ludwig bereits so alt ist, dass sie Anspruch auf eine große Witwenrente hat. Genaueres zur kleinen und großen Witwen-/ Witwerrente findet ihr im Beitrag zur Anrechnung der eigenen Rente auf eine Hinterbliebenenrente.

Witwen- und Witwerrenten nach altem Recht

Sind bestimmte Voraussetzungen erfüllt, kann eine Witwen- oder Witwerrente noch nach dem alten, zumeist günstigeren Recht gezahlt werden:

Die Zahlung einer Witwen- oder Witwerrente nach dem alten Recht bringt zwei Vorteile mit sich.

Hinterbliebenenrente in Höhe von 60 %

1. Die Hinterbliebenenrente nach altem Recht ist in den allermeisten Fällen höher als die Rente nach neuem Recht. Wird die Rente nach altem Recht berechnet, wird nach Ende des Sterbevierteljahres eine Witwen- oder Witwerrente in Höhe von 60 % der zustehenden Altersrente gezahlt.

Im Falle von Frau Ludwig wären dies monatlich 1.200 € brutto.

Keine Anrechnung von Vermögenseinkommen

2. Nach altem Recht ist die Anrechnung von Vermögenseinkommen auf Hinterbliebenenrenten nicht vorgesehen. Als Vermögenseinkommen zählen unter anderem Zinsen und Dividenden, aber auch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.

Sofern Frau Ludwig eine Witwenrente nach altem Recht erhält, muss sie sich daher um die Anrechnung ihrer Mieteinkünfte keine Gedanken machen. Denn eine Anrechnung erfolgt nach altem Recht nicht.

Da Frau Ludwig auch sonst über keine anderen Einkünfte verfügt, würde sie somit ab Mai 2020 eine ungekürzte Witwenrente in Höhe von monatlich 1.200 € brutto erhalten.

In Ausnahmefällen: Mieteinkünfte können auch Einkünfte aus Gewerbebetrieb sein

Aber Achtung: Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit, Land- und Forstwirtschaft oder Gewerbebetrieb werden auch nach altem Recht auf Hinterbliebenenrenten angerechnet.

Wurde für die Verwaltung der vermieteten Objekte ein Gewerbe eingetragen oder entstehen die Einkünfte zum Beispiel im Zusammenhang mit einer landwirtschaftlichen Tätigkeit, handelt es sich bei den Mieterträgen nicht mehr um Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, sondern um Einkünfte aus Gewerbebetrieb beziehungsweise aus Land- und Forstwirtschaft. Und diese werden – ähnlich wie Arbeitsentgelt (Verweis auf den Beitrag) – auf die Witwen- oder Witwerrente angerechnet.

Ob es sich bei den Mieteinnahmen um Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung oder um solche aus Gewerbebetrieb handelt, kann anhand des Steuerbescheids ermittelt werden.

Wann gilt das alte Hinterbliebenenrentenrecht?

Damit eine Witwen- oder Witwerrente nach altem Recht gezahlt werden kann, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

1. Zumindest einer der beiden Ehegatten muss vor dem 2. Januar 1962 geboren sein.

2. Die Ehe muss vor dem 1. Januar 2002 geschlossen worden sein oder der Tod des Ehegatten muss vor dem 1. Januar 2002 eingetreten sein.

Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, wird die Hinterbliebenenrente nach neuem Recht gezahlt.

Witwen- und Witwerrenten nach neuem Recht

Nach neuem Recht wird die Witwen- oder Witwerrente in Höhe von 55 % der zustehenden Altersrente gezahlt. Im Falle von Frau Ludwig wären dies also vor der Anrechnung von Einkommen 1.100 €.

Sind im Versicherungskonto der Witwe oder des Witwers Kindererziehungszeiten (Beitrag Was bringt Kindererziehung für die Rente) vermerkt, kommt zu den 1.100 € noch ein Zuschlag hinzu. Für das erste Kind liegt dieser Zuschlag bei ca. 66 €, für jedes weitere Kind bei ca. 33 € (Stand: 1.7.2019 – 30.6.2020).

Für Frau Ludwig aber wahrscheinlich noch interessanter: Nach neuem Recht werden auch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung auf die Hinterbliebenenrente angerechnet.

Was ist Vermögenseinkommen?

Unter dem Begriff „Vermögenseinkommen“ werden die laufenden Einnahmen einer Witwe oder eines Witwers zusammengefasst, die dieser durch den Einsatz seines Vermögens erzielt.

Vermögenseinkommen sind dabei aber nur die erwirtschafteten Gewinne, die Höhe des Vermögens selbst ist hingegen irrelevant.

Nur weil man beispielsweise eine Aktie besitzt, fließt hierdurch noch nicht zwingend Vermögenseinkommen zu. Erst wenn das Unternehmen, dessen Aktienbesitzer man ist, Dividenden auszahlt, handelt es sich um Vermögenseinkommen – oder wenn der Aktienkurs des Unternehmens steigt und man die Aktie im Anschluss mit Gewinn verkauft.

Fließt Vermögen aufgrund einer Erbschaft zu, handelt es sich bei dem Erbe selbst nicht um Vermögenseinkommen. Werden aber durch den Einsatz des geerbten Vermögens Gewinne erzielt, sind diese als Einkommen bei der Einkommensanrechnung zu berücksichtigen.

Beispiel: Frau Ludwigs Mieterträge

Frau Ludwig ist seit Februar 2020 Eigentümerin mehrerer Mietwohnungen. Pro Monat fließt ihr eine Miete in Höhe von 4.000 € zu.

Nach Ablauf des Sterbevierteljahres – also ab Mai 2020 – sind die Mieterträge in Höhe von 4.000 € auf die Witwenrente von Frau Ludwig anzurechnen.

Was ist relevant – Das Vermögenseinkommen des Vorjahres oder das laufende Vermögenseinkommen?

Die Art und Weise, wie Vermögenseinkommen auf Witwen- oder Witwerrenten angerechnet wird, ähnelt stark der Einkommensanrechnung beim Bezug von Arbeitsentgelt (Link).  Auch beim Vermögenseinkommen ermittelt die Rentenversicherung im Regelfall nur einmal pro Jahr, das anzurechnende Vermögenseinkommen.

Um dieses zu ermitteln, vergleicht die Rentenversicherung zwei Beträge: Die Höhe des Vermögenseinkommens im Vorjahr und das laufende Vermögenseinkommen im Monat des Rentenbeginns.

Für die Einkommensanrechnung ist dann im Regelfall das geringere Einkommen maßgeblich.

Das Vorjahreseinkommen

Herr Ludwig ist im Jahr 2020 verstorben. Um das Vermögenseinkommen des Vorjahres zu ermitteln, schaut sich die Rentenversicherung also an, was Frau Ludwig im Jahr 2019 an Einnahmen aus dem Einsatz von Vermögen erzielt hat.

Da die Mietwohnungen 2019 noch im Eigentum von Herrn Ludwig waren und Frau Ludwig bis zum Tod ihres Mannes auch keinerlei andere Einnahmen aus Vermögen hatte, wird das Vorjahreseinkommen für die Anrechnung des Vermögenseinkommens nicht herangezogen.

Anders wäre dies, wenn Frau Ludwig im Jahr 2019 eigenes Vermögenseinkommen gehabt hätte, weil sie beispielsweise bereits 2019 über eigene Mietwohnungen verfügt hat. Denn dann hätte bei der Einkommensanrechnung – sofern günstiger – auch das Vermögenseinkommen des Vorjahres berücksichtigt werden können.

Wurde im Vorjahr jedoch gar kein Vermögenseinkommen erzielt, muss zwingend auf das laufende Einkommen abgestellt werden.

Das laufende Vermögenseinkommen

Im Falle von Frau Ludwig wird das laufende Vermögenseinkommen für das Jahr des Rentenbeginns ermittelt – also für das Jahr 2020.

Die Mieteinnahmen von Frau Ludwig werden im Jahr 2020 bei ca. 48.000 € liegen.

Abzug von Werbungskosten

Doch diese 48.000 € sind natürlich nicht der Gewinn, den Frau Ludwig durch die Vermietung der Eigentumswohnungen erzielen wird. Von den 48.000 € müssen noch eine Vielzahl an Ausgaben (Werbungskosten) – für zum Beispiel Nebenkosten, Instandhaltung und Renovierung – abgezogen werden.

Zum Zeitpunkt, als Frau Ludwig die Witwenrente beantragt hat, kann sie natürlich nicht ganz genau absehen, wie hoch ihre Mieterträge tatsächlich ausfallen und welche Werbungskosten im Jahr 2020 anfallen werden.

Aus diesem Grund greift die Rentenversicherung hilfsweise auf den Einkommenssteuer-Vorauszahlungsbescheid für das Jahr 2020 zurück, in dem das Finanzamt auf Grundlage von Frau Ludwigs gewissenhaften Angaben ermittelt, wie hoch ihr Gewinn aus Vermietung und Verpachtung und dementsprechend auch ihr zu versteuerndes Einkommen voraussichtlich ausfallen wird.

Sollte ein Einkommenssteuer-Vorauszahlungsbescheid nicht vorliegen, benötigt die Rentenversicherung für die Einkommensanrechnung entweder die Bescheinigung eines Steuerberaters über das voraussichtlich zu versteuernde Einkommen aus Vermietung und Verpachtung oder eine plausible und nachvollziehbare Schätzung der Witwe.

Die Steuerberaterin von Frau Ludwig hat eine solche Schätzung erstellt. Nach dieser kann Frau Ludwig im Jahr 2020 mit Vermietungserträgen in Höhe von 24.000 € rechnen – also 2.000 € pro Monat.

Aus Brutto mach Netto

Nach Abzug aller Werbungskosten steht zwar Frau Ludwigs Gewinn aus Vermietung und Verpachtung fest, jedoch muss sie diesen auch noch versteuern.

Für den Rentenversicherungsträger ist dabei jedoch irrelevant, wie hoch Frau Ludwigs tatsächliche Steuerbelastung aufgrund ihrer Mieteinkünfte ausfällt.

Die Rentenversicherung zieht vom Jahresgewinn aus Vermietung einfach pauschal 25 % ab und erhält dann den Netto-Gewinn, der im Rahmen der Einkommensanrechnung berücksichtigt wird.

Von den 24.000 € werden also 25 % abgezogen, sodass sich ein Netto-Gewinn von 18.000 € im Kalenderjahr 2020 ergibt – pro Monat also 1.500 €.

Der Freibetrag

Diese 1.500 € werden als nächstes noch um einen Freibetrag reduziert.

Neben dem Bezug einer Witwen- oder Witwerrente kann man nämlich bis zu einer bestimmten Höhe eigenes Einkommen beziehen, ohne dass es zu einer Einkommensanrechnung kommt.

Zurzeit (1.7.2019 – 30.6.2020) liegt dieser Freibetrag für Personen, die in den alten Bundesländern wohnen, bei monatlich 872,52 € und für Witwen oder Witwer, die ihren Wohnsitz in den neuen Bundesländern haben, bei 841,90 €.

Hat der Hinterbliebene Kinder, die noch so jung sind, dass sie eine Waisenrente erhalten können, erhöht sich der Freibetrag pro Kind um 185,08 € (bei einem Wohnort in den alten Bundesländern) beziehungsweise 178,54 € (bei einem Wohnort in den neuen Bundesländern).

Angenommen, Frau Ludwig hat ihren Wohnsitz in den westdeutschen Ländern und keine Kinder, die eine Waisenrente erhalten können, sind von ihren Mieterträgen in Höhe von 1.500 € 872,52 € abzuziehen.

Für die Einkommensanrechnung verbleiben somit noch 627,48 € an anrechenbaren Mieteinkünften.

Einkommen oberhalb des Freibetrags wird zu 40 % angerechnet

Übersteigt das Einkommen den Freibetrag, ist gesetzlich festgelegt, dass 40 % des Betrages oberhalb des Freibetrags von der eigentlich zu zahlenden Witwen- oder Witwerrente abzuziehen sind.

Auf das Beispiel von Frau Ludwig übertragen heißt dies:

Der Freibetrag wird um 627,48 € überschritten. 40 % dieses Betrags – also 250,99 € — sind von der eigentlich zu zahlenden Witwenrente abzuziehen. Frau Ludwig erhält somit ab September 2020 nicht 1.100 € an Witwenrente, sondern nur noch 849,01 €.

Beispiel: Vorjahreseinkommen ist relevant

Soweit, so klar.

Nehmen wir nun einmal an, dass Frau Ludwig selbst im Oktober 2019 Immobilien erworben hat und hierdurch im Jahr 2019 nach Abzug der Werbungskosten 10.000 € an zu versteuernden Gewinn erzielt hat.

Von den 10.000 € sind zunächst pauschal 25 % abzuziehen, um den für die Rentenversicherung relevanten Netto-Gewinn zu berechnen. Der Netto-Gewinn liegt somit bei 7.500 € im Jahr. Hatte man im Vorjahr Vermögenseinkommen, ist es egal, in wie vielen Monaten dieses erzielt wurde. Der Jahresbetrag wird immer durch 12 geteilt. Für Frau Ludwig ergibt sich dann also ein zu berücksichtigendes monatlichen Vermögenseinkommen von 625 €.

Bei der Einkommensanrechnung gilt: Solange das laufende Einkommen nicht um mindestens 10 % geringer als das Vorjahreseinkommen ist, wird bei der Einkommensanrechnung das Vorjahreseinkommen berücksichtigt.

Dies trifft auch auf das Beispiel von Frau Ludwig zu: Bei der Einkommensanrechnung im Jahr 2020 ist in diesem Fall ein monatlicher Verdienst von 625 € zu berücksichtigen.

Da das zu berücksichtigende Vermögenseinkommen unterhalb des Freibetrags liegt, erhält Frau Ludwig unter diesen Voraussetzungen im Jahr 2020 die volle Witwenrente in Höhe von 1.100 €.

Wann ändert sich der für die Einkommensanrechnung relevante Betrag?

Es gibt zwei Anlässe, bei denen es zu einer Überprüfung des Einkommens und gegebenenfalls einer Neuberechnung kommt:

1. Jedes Jahr zum 1. Juli vergleicht der Rentenversicherungsträger das laufende Einkommen mit dem Vorjahreseinkommen und ermittelt auf diesem Weg das Einkommen, das in den folgenden zwölf Monaten auf die Hinterbliebenenrente angerechnet wird.

2. Verringert sich das anzurechnende Einkommen einer Witwe oder eines Witwers um mindestens 10 %, kann ein Antrag auf Neuberechnung der Einkommensanrechnung gestellt werden.

Sinkt die Höhe des berücksichtigten Vermögenseinkommens, erfährt der Rentenversicherungsträger dies nicht. Es ist daher wichtig, möglichst zeitnah einen Antrag auf Neuberechnung zu stellen. Das geringere Einkommen wird nämlich erst ab dem Monat, der auf die Antragsstellung folgt, berücksichtigt.

Wie teile ich der Rentenversicherung die Höhe meiner Mieteinnahmen mit?

Stellt man erstmalig einen Antrag auf Witwen- oder Witwerrente, muss zwingend auch die Anlage zum Antrag auf Hinterbliebenenrente – Angaben zum Einkommen (R0660) ausgefüllt werden.

Sofern eine Witwe oder ein Witwer Einkommen aus Vermögen hat, hat er dieses unter Punkt 8 des Vordrucks R0660 anzugeben.

Unter Punkt 8.4.1 findet man hier auch die Frage nach den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.

Liegen solche vor, ist zusätzlich noch der Vordruck R0681 beizufügen, in dem weitere Angaben zur Höhe der Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung im vergangenen und im laufenden Kalenderjahr zu machen sind.

Als Nachweise über die Höhe der Mieteinnahmen sind Einkommenssteuerbescheide, Einkommenssteuer-Vorauszahlungsbescheide, Bescheinigungen von Steuerberatern oder auch eigene, gewissenhafte Schätzungen beizufügen.


Habt ihr Fragen zur Einkommensanrechnung bei Hinterbliebenenrenten? Schreibt gerne eine E-Mail an rentenfuchs@gmx.de oder einen Kommentar!

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