Altersvorsorge und Rentenplanung

Rentenplanung und Altersvorsorge

Hier erfahrt ihr, was es zu tun und zu lassen gilt, um im Alter eine auskömmliche Rente zu erhalten.

Ermittlung Status Quo

Will man sich dem Thema „Altersvorsorge“ nähern, sollte man zunächst den Status quo genauer in den Blick nehmen – also die Frage beantworten: „Wie bin ich im Moment aufgestellt?“. Man betrachtet also sowohl die gesetzliche Vorsorge, die betriebliche Vorsorge als auch private Verträge.

Vervollständigung des Versicherungsverlaufs

Die gesetzliche Rentenversicherung informiert über die Höhe der Rentenansprüche mit Hilfe der Renteninformation, die jährlich versandt wird. Damit die dort aufgeführten Zahlen verlässlich sind, müssen der Rentenversicherung alle relevanten Versicherungszeiten bekannt sein, die man in seinem Leben bisher zurückgelegt hat. Ob dieses der Fall ist, kann man anhand des von der Rentenversicherung zur Verfügung gestellten Versicherungsverlaufs kontrollieren. Fehlen hier zum Beispiel Schulzeiten oder Zeiten der Kindererziehung, sollte man zunächst eine Kontenklärung durchführen. Was überhaupt bei einer Kontenklärung gemacht wird, lest ihr in diesem Beitrag. Informationen dazu, wie sich Kindererziehung auf eure spätere Altersrente auswirkt und wie ihr diese beantragt, findet ihr an dieser Stelle.

Ermittlung des finanziellen Bedarfs im Alter

Ist der Status quo festgestellt, folgt im Anschluss die Frage: „Wird mein voraussichtliches Alterseinkommen ausreichend sein oder muss ich noch zusätzliche Vorsorge betreiben?“.

Entscheidung für eine Form der zusätzlichen Altersvorsorge

Beim Stichwort „Zusätzliche Altersvorsorge“ werden die meisten Personen an die 2002 eingeführte Riester-Rente denken. Die Riester-Rente wurde von Medien, Wissenschaft und Gesellschaft häufig und stark kritisiert. Zum 01.01.2018 hat sich die Politik dazu entschlossen, die Riester-Grundzulage von 154€ auf 175 € zu erhöhen. Ob Riester dadurch attraktiver wird und wer generell über den Abschluss eines Riester-Vertrags nachdenken sollte, könnt ihr hier erfahren.

Altersvorsorge muss aber nicht immer nur bei privaten Unternehmen betrieben werden. Es gibt auch verschiedene Möglichkeiten, seine gesetzliche Rente zu steigern. Alle Personen, die zurzeit keine Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen, haben die Möglichkeit, freiwillige Beiträge zur Rentenversicherung zu leisten und damit ihre gesetzliche Rente zu stärken. Wer zu diesen Personen zählt, bis wann und in welcher Höhe die freiwillige Beitragszahlung zu erfolgen hat, könnt ihr im Beitrag zur freiwilligen Beitragszahlung nachlesen.

All jene, die keine freiwilligen Beiträge einzahlen dürfen, weil sie regulär beschäftigt sind, müssen aber nicht zwangsläufig von der Idee Abstand nehmen, Geld in der gesetzlichen Rentenversicherung unterzubringen. Eine weitere Option besteht darin, zukünftige Rentenabschläge auszugleichen. Diese Option bietet sich für alle Personen an, die das 50. Lebensjahr bereits erreicht haben oder in Kürze erreichen werden. Genauere Informationen zur Ausgleichszahlung für Rentenabschläge findet ihr in diesem Beitrag. Informationen zur steuerlichen Absetzbarkeit der Ausgleichszahlung gibt es an dieser Stelle.

Rentenanpassung und Inflation

Bei der Altersvorsorgeplanung dürfen Aspekte wie Rentenanpassungen, Inflation und Veränderung des Lebensstandards nicht unberücksichtigt bleiben. Im Artikel „Rentenanpassungen im Zeitverlauf“ könnt ihr euch darüber informieren, wie hoch die Rentenanpassungen in den letzten 10 Jahren ausgefallen sind und welche Empfehlung ich zum Thema „Rentenanpassungen und Inflation in der Zukunft“ gebe.

Grundsätzliches zum Sparen

Schlussendlich ist es immer eine Geschmacksfrage, in welcher Weise man Altersvorsorge betreibt. Am wichtigsten ist es, überhaupt aktiv zu werden. An dieser Stelle ist das Scheitern jedoch vorprogrammiert, da es so viele Gründe gibt, nicht für das Alter vorzusorgen. Meine Meinung zu den Gründen, die häufig gegen Altersvorsorge vorgebracht werden, habe ich für euch ausführlich niedergeschrieben: „8 Gründe warum ihr immer noch nicht für das Alter vorsorgt

Sparen und Altersvorsorge ist seit 2018 auch für Personen, die schon wissen, dass sie im Alter auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen sein werden, wieder interessanter geworden: Seitdem gibt es den Freibetrag für zusätzliche Altersvorsorge in der Grundsicherung. Durch diesen wird – vereinfach gesagt – sichergestellt, dass Personen, die privat vorsorgen, mehr Geld in der Tasche haben, als solche, die nicht vorsorgen.