Warum Negativzinsen gut für eure Altersvorsorge sind!

Warum Negativzinsen gut für eure Altersvorsorge sind!

Der bayerische Ministerpräsidenten Söder würde es laut eigener Aussage begrüßen, wenn man den Banken verbieten würde, Negativzinsen bei Kleinsparern zu erheben. Eine entsprechende Initiative des Bundesrates hat er angekündigt. Auch Bundesfinanzminister Scholz hat zur Frage „Negativzinsen für Privatanleger“ nun Prüfung zugesagt.

Im Raum steht die Idee, ein Gesetz zu erlassen, das Banken verbietet, Negativzinsen zu verlangen, solange das Vermögen eines Anlegers 100.000 € nicht übersteigt.

Eine derartige Gesetzesinitiative hört sich für Kleinanleger zunächst sinnvoll an.

Denn würde tatsächlich ein oben beschriebenes Gesetz verabschiedet, wären Privatanleger mit kleinem und mittleren Vermögen davor geschützt, dass sich ihre Ersparnisse aufgrund von Negativzinsen langsam verringern.

Doch halt!

Handelt es sich bei diesem Gedanken vielleicht um einen Trugschluss? Verringert sich das Vermögen von Kleinsparern nicht auch ohne Negativzinsen von Tag zu Tag?

Wie viel würde ein derartiges Gesetz also tatsächlich bringen?

Und warum bin ich der Meinung, dass Negativzinsen sogar gut für die Altersvorsorge sein können?

Schreckensszenario Negativzinsen

Negativzinsen hören sich gruselig an.

Angenommen, eine Bank würde auf Ersparnisse auf dem Girokonto (oder sogar auf dem Tagesgeldkonto) 0,5 % an Negativzinsen erheben. Für einen Sparer mit einem Vermögen von 50.000 € würde dies bedeuten, dass innerhalb eines Jahres 250 € seiner Ersparnisse einfach weg wären. 250 € für die er hart gearbeitet hat und die er im Alter hätte gut gebrauchen können…

Bei einem solchen Gruselszenario scheint es nur allzu verständlich, wenn Bürger Politiker bitten, Negativzinsen doch per Gesetz zu verbieten.

Welche Banken erheben bereits Negativzinsen und wie hoch sind diese?

Doch wie sieht die Lage auf dem Bankenmarkt eigentlich zurzeit aus? Wo werden bereits Negativzinsen erhoben und wie hoch sind diese?

Zurzeit können Kleinanleger noch beruhigt sein. Laut einer Umfrage von Biallo beginnen zwar immer mehr Banken damit, Negativzinsen zu berechnen, beschränken sich dabei aber auf höhere Vermögen. Bei einigen Banken liegt die Vermögensgrenze bei 100.000 €, viele Banken setzen sie aber noch höher an (zum Beispiel bei 500.000 € oder 1.000.000 €).

Der Negativzinssatz, den die Banken bei höheren Geldbeträgen erheben, liegt bei nahezu allen Instituten bei 0,4 %.

Die Begründung hierfür ist relativ einfach: Wenn Banken über Nacht ihr freies Geld bei der Europäischen Zentralbank parken wollen beziehungsweise müssen, zahlen sie hierfür einen Strafzins von 0,4 %. Diesen Strafzins geben die Banken vollständig an ihre Kunden mit einem hohen Vermögen weiter.

Noch höhere Strafzinsen für Geldeinlagen bei der Europäischen Zentralbank

Aufgrund der sich eintrübenden Konjunkturaussichten hat die Europäische Zentralbank bereits vor einigen Wochen angekündigt, gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu unternehmen, um das Inflationsziel von knapp unter 2 % in der Europäischen Union nicht zu gefährden.

Experten rechnen damit, dass bereits im September die Strafzinsen für die kurzfristige Einlage von Finanzmitteln bei der Europäischen Zentralbank nochmal um 0,1 % oder sogar 0,2 % erhöht werden könnten. Der Strafzins für Banken würde sich dadurch auf 0,5 % oder sogar 0,6 % erhöhen.

Wahrscheinlich ist, dass eine derartige Erhöhung früher oder später auch an Anleger mit größerem Vermögen weitergegeben würde und auch Negativzinsen für Kleinanleger wahrscheinlicher werden. (Auch wenn die rechtliche Lage diesbezüglich wohl noch unklar ist.)

Auch ohne Negativzinsen wird euer Bankvermögen von Tag zu Tag weniger

Hört sich so an, als wenn Kleinanleger derzeit nochmal durchatmen können und vorerst noch nicht mit dem Schrecken „Negativzinsen“ konfrontiert sind.

Doch tatsächlich ist das aufgezeigte Gruselszenario bereits jetzt gang und gäbe. Nur merkt man dies als Privatanleger nicht so gut wie bei „echten“ Negativzinsen.

Der Grund ist, dass Banken bereits zurzeit keine oder nur minimale Zinsen auf Bankeinlagen zahlen, die Inflation aber Tag für Tag, Monat für Monat den tatsächlichen und echten Wert eurer Ersparnisse reduziert.

Die Inflation ist erst auf den zweiten Blick sichtbar

Solange Banken bei Kleinsparern keine Negativzinsen erheben, steht auf eurem Kontoauszug auch nach einem Jahr weiterhin 50.000 €. Der sichtbare Betrag hat sich also nicht verringert – was sich gut anfühlt.

Schaut man sich nun jedoch genauer an, was man sich nach einem Jahr von diesen 50.000 € tatsächlich kaufen kann, ist das Ergebnis ein anderes.

Bei einer Inflationsrate von 1,5 % – Ziel der Europäischen Zentralbank ist eine Inflationsrate von knapp unter 2 % – ist es nämlich so, dass ich mir nach einem Jahr mit 50.000 € nur noch das leisten kann, was ich mir 12 Monate früher mit ungefähr 49.260 € kaufen konnte.  

Während mein Geld also mit einer Verzinsung von 0,00 % auf meinem Konto lag, habe ich – unter Berücksichtigung der Inflation – innerhalb eines Jahres knapp 740 € verloren; deutlich mehr, als bei Negativzinsen in Höhe von 0,5 %.

Inflation ohne große Auswirkungen auf Sparverhalten

Dieser schleichende Wertverlust ist keine neue Entdeckung von mir, sondern in der Gesellschaft durchaus bekannt.

Nicht ohne Grund wird regelmäßig die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank dafür kritisiert, dass sie das aktuell geringe Zinsniveau befördert hat und damit dazu beigetragen, dass Sparer durch jährliche Zinserträge die Inflationsrate nicht mehr ausgleichen können.

Doch nach meinem Empfinden hat diese Problematik bisher relativ geringe Auswirkungen auf das tatsächliche Sparverhalten der Deutschen. Die bestätigt unter anderem auch eine aktuelle Umfrage des Bankenverbands nach der das Sparbuch weiterhin die am häufig genutzte Sparform in Deutschland ist. Nur 23 % der Bevölkerung verfüge demnach über Aktien, Aktienfonds und andere Wertpapiere. Damit liegen Aktien deutlich hinter dem Sparbuch (41 %), der Lebensversicherung (33 %) und dem Bausparvertrag (30 %).

Im Ergebnis ist festzustellen, dass wir aktuell in einer Zeit leben, in der Bankguthaben langsam an Wert verliert. Negativzinsen würden diesen Prozess – in Abhängigkeit von ihrer Höhe – lediglich minimal beschleunigen. Die Inflation ist hier der größere Treiber.

Doch wenn auch in der jetzigen Zeit die deutsche Bevölkerung eine schleichende Geldentwertung akzeptiert und bei der Geldanlage weiterhin vorrangig auf Bankeinlagen setzt, stellt sich die Frage, wie ich zu meiner These komme, dass Negativzinsen gut für die Altersvorsorge sein könnten.

Doch wie sollen Negativzinsen nun gut für meine Altersvorsorge sein?

Der Mensch ist nicht das rationale Wesen, wie ihn vielleicht einige Wirtschafswissenschaftler in ihrem Modell vom Homo Oeconomicus vor Augen haben. Er ist faul, trifft unvernünftige Entscheidungen und ist mit einem Gehirn ausgestattet, dass noch immer eher darauf ausgelegt ist, ein Mammut zu jagen als den Zinsezinseffekt zu verstehen!

Der Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahneman hat in seinen Studien eine Vielzahl an menschlichen Denkfehlern untersucht, die eben nicht dem Bild des rationalen Menschen entsprechen. Er hat Denkfehler analysiert, die einem großen Teil aller Menschen regelmäßig unterlaufen, die Ihnen aber nicht einmal auffallen und die tagtäglich wiederholt werden.

Hervorragend zusammengefasst hat Kahnemann seine Überlegungen und Studien in seinem Buch „Schnelles Denken, langsames Denken“.

Solltet ihr “Schnelles Denken, langsames Denken” über den obigen Link erwerben, unterstützt ihr hierdurch den Rentenfuchs und tragt zum Bestand dieser Seite bei.

Geld zu verlieren ist deutlich schlimmer als Geld nicht zu gewinnen – Die Verlustaversion 

Eine Irrationalität des Menschen, die Kahnemann in seinem Buch näher beschreibt, ist die Verlustaversion.

Durch die Verlustaversion lassen sich verschiedene Verhaltensweisen erklären. Den im Zusammenhang mit Negativzinsen relevanten Aspekt kann ich am einfachsten anhand eines Beispiels erläutern:

Eine Person, nennen wir sie Ulrike, wird mit zwei Gedankenexperimenten konfrontiert:

Gedankenexperiment 1

Ulrike werden 50.000 € geschenkt. Weiterhin hat sie die Möglichkeit, eine Münze zu werfen. Bei Kopf werden die 50.000 € auf 100.000 € verdoppelt, bei Zahl muss sie die 50.000 € wieder zurückzahlen. Entscheidet sie sich gegen den Münzwurf, behält sie die 50.000 €.

Gedankenexperiment 2

Ulrike muss sich entscheiden: Entweder muss sie 50.000 € Strafe zahlen oder kann alternativ eine Münze werfen. Bei Kopf entgeht sie der Strafe, bei Zahl muss sie eine Strafe in Höhe von 100.000 € zahlen.

Rein rational kein Unterschied zwischen den Gedankenexperimenten

Rein rational ist es in beiden Fällen egal, für welche Option man sich entscheidet.

Geht man davon aus, dass Menschen unterschiedlich risikofreudig sind, müsste eine Person, die sich bei Gedankenexperiment 1 für den Münzwurf, also das Risiko, entscheidet, auch bei Gedankenexperiment 2 den Münzwurf wählen.

Eine risikoscheue Person müsste sich logischerweise in beiden Fällen gegen den Münzwurf entscheiden.

Rein rational gibt es keinen Unterschied zwischen der Möglichkeit, 100.000 € zu gewinnen oder der Möglichkeit, 100.000 € nicht zu verlieren.

Der Mensch entscheidet nicht rational

Kahnemann konnte zeigen, dass diese Annahme jedoch nicht zutrifft.

Die gleiche Person, die sich bei Gedankenexperiment 1 gegen den Münzwurf entscheidet und dafür, die 50.000 € zu behalten – also risikoscheu ist -, kann bei Gedankenexperiment 2 den Münzwurf wählen und damit risikofreudig handeln.

Mehr Schmerz durch Verlust als Freude durch Gewinn

Erklärt wird dieses Verhalten durch die Verlustaversion. Verluste führen bei Menschen zu negativeren Gefühlen als mit Gewinnen in gleicher Höhe an positiven Gefühlen einhergehen. Aus diesem Grund sind Menschen bei drohenden Verlusten eher bereit ein Risiko einzugehen als bei möglichen Gewinnen. Sie wollen Verluste möglichst vermeiden.

Und damit haben wir auch schon fast die Erklärung dafür, warum Negativzinsen sich aus meiner Sicht positiv auf die Altersvorsorge auswirken können.

Keine Negativzinsen, keine Verluste

Solange Banken von Kleinanlegern noch keine Negativzinsen verlangen, können Kleinanleger – ganz vereinfacht – zwischen zwei Optionen wählen:

1. Ich lasse meine Ersparnisse auf dem Bankkonto, bekomme keine Zinsen, gehe aber auch kein Risiko ein, unter Umständen Geld zu verlieren. (Die Inflation nehme ich gar nicht als Verlust wahr.) Außerdem muss ich keine Zeit investieren, um mich bezüglich alternativer Anlageformen zu informieren.

2. Ich informieren mich, welche anderen Altersvorsorgeprodukte es gibt und kaufe zum Beispiel börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETFs, die zwar riskanter als das Sparbuch sind, jedoch auch deutlich höhere Renditen erwarten lassen.

(Bei dieser Recherche würde der Kleinsparer übrigens auch feststellen, dass ETFs durch ihre geringen Kosten überzeugen und, sofern noch ein wenig Zeit bis zum Renteneintritt ist, sehr gut für Altersvorsorgezwecke geeignet sind. Aufgrund der breiten Streuung und der langen Anlagedauer ist das Risiko gar nicht so groß, wie es einige bei dem Begriff „börsengehandelt“ vielleicht vermuten.)

Doch zu dieser Überlegung kommt der Kleinanleger gar nicht. Denn eine höhere Rendite würde sich zwar schon gut anfühlen, aber nicht so gut, als dass man den Aufwand für Information und Erwerb eines alternativen Produktes tatsächlich unternimmt.

Verlustaversion lässt über Altersvorsorge nachdenken

Ich persönlich gehe davon aus, dass die obige Anlageentscheidung anders ausfallen könnte, wenn der Kleinsparer tatsächlich mit Negativzinsen konfrontiert ist. Denn entscheidet er sich nun für Option 1, heißt das, dass er aufgrund der Negativzinsen Tag für Tag Geld verliert. Und dieser Verlust schmerzt den Kleinanleger deutlich.

Wenn nun tatsächlich mehr und mehr Banken sich zur Erhebung von Negativzinsen entschließen sollten, ist meine Hoffnung, dass hierdurch einigen Sparern ein Ruck geben wird, sich nochmal intensiver mit ihrer Altersvorsorge auseinanderzusetzen und für Zwecke der Altersvorsorge vielleicht ein besser geeignetes Produkt als das Sparbuch oder das Tagesgeldkonto zu wählen.

Ein Gesetz, das Banken verbietet, Negativzinsen von Kleinanlegern zu fordern, könnte – so meine Vermutung – hingegen einen gegenteiligen Effekt haben:

Solange das Vermögen eines Anlegers geringer als 100.000 € ist, wird dieser sich vermutlich eher keine Gedanken um alternative Möglichkeiten der Geldanlage machen, da sein Geld ja – dank Olaf Scholz und Markus Söder! – vor Negativzinsen geschützt ist.

Ein überstürzter Produktabschluss ist auch keine Lösung!

Es gibt jedoch noch eine wichtige Einschränkung, die bei meinen vorherigen Überlegungen zu berücksichtigen ist. Denn dem Sparer ist nicht geholfen, wenn er lediglich vom Regen – dem Giro- oder Tagesgeldonto – in die Traufe – beispielsweise in eine Lebensversicherung oder einen Bausparvertrag – wechselt.

Diese Gefahr sehe ich aber durchaus:

Ein Sparer will Negativzinsen vermeiden und informiert sich daher bei seinem Bankberater oder Versicherungsvertreter nach alternativen Anlagemöglichkeiten.

Nach meiner Erfahrung wird nun nicht unbedingt das Produkt empfohlen, welches für den Anleger zum Zweck der Altersvorsorge am besten geeignet ist, sondern ein solches, das für den Berater mit attraktiven Provisionen einhergeht.

Privatanleger brauchen gute Informationen

Eine große Verantwortung liegt an dieser Stelle also in der Hand des Kleinanlegers. Denn der Bankberater oder Versicherungsvertreter stellen nicht die einzigen Quellen dar, über die sich der Privatanleger zum Thema Altersvorsorge informieren kann.

So bietet das Internet vielfältige Informationsquellen: Ihre Vorsorge, Zendepot und der Finanzwesir sind nur einige der aus meiner Sicht sehr gute Quellen, die man hier nennen könnte. Auch Fachzeitschriften wie finanztest, dieFinanzzeitschrift der Stiftung Warentest, berichten objektiv und im Sinne des jeweiligen Anlegers.

Wem daneben auch der Rat eines Experten wichtig ist, sollte sich einmal genauer mit dem Thema „Honorarberatung“ auseinandersetzen. Bei einem Honorarberater müsst ihr zwar für die Beratungsleistung Geld zahlen – was bei Bankberatern über die Provision im Verdeckten aber genauso passiert -, erhaltet dafür aber eine wirklich objektive Beratung. Das Geld, was für die Honorarberatung zunächst investiert werden muss, wird sich bei einer guten Beratung voraussichtlich bereits nach wenigen Monaten rentiert haben.

Und wer letztlich doch auf seinen Bankberater oder Versicherungsvertreter vertrauen will, sollte sich zumindest alternative Empfehlungen und eine Zweitmeinung einholen.

Forderung nach staatlichen Anlageoptionen

Deutlicher weniger Informationsaufwand wäre erforderlich, wenn, wie in anderen Staaten, ein staatliches Produkt für Altersvorsorge existieren würde. Forderungen nach einem solchen Produkt werden regelmäßig formuliert. Ob sich hier tatsächlich etwas tun wird, steht indes in den Sternen.

Daher kann es für die Altersvorsorge auch keine Option sein, auf ein staatliches Produkt zu warten. In jedem Jahr, das vergeht, würde wertvolle Rendite verschenkt und im schlimmsten Fall wird es nie zu einem staatlichen Angebot kommen.

Es gilt also im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten zu handeln.

Meine Empfehlung

Ohne die individuelle Lebenssituation zu kennen, ist es meiner Einschätzung nach überhaupt nicht möglich, eine optimale Altersvorsorge-Empfehlung abzugeben. Die Lebenssituation beeinflusst die optimale Altersvorsorgestrategie nämlich deutlich.

Um nur einige der relevanten Faktoren zu nennen:

– Wie hoch ist das Einkommen und Vermögen?

– Wie hoch wird das voraussichtliche Alterseinkommen sein?

– Für wie lange soll die Anlage erfolgen?

– Ist in nächster Zeit eine größere Anschaffung – zum Beispiel ein Immobilienerwerb – vorgesehen?

– Gibt es minderjährige Kinder?

– Welche Risiken ist der Anleger bereit einzugehen?

ETFs häufig erste Wahl

Zum Abschluss dieses Beitrags möchte ich auf eine allgemeine Empfehlung dann aber doch nicht ganz verzichten:

Denn aus meiner Sicht kommen die meisten langfristigen Anleger – wenn sie ein gutes und einfaches Produkt für ihre Altersvorsorge suchen – an börsengehandelte Indexfonds – sogenannten ETFs – kaum vorbei.

Aufgrund geringer Kosten, ihrer breiten Streuung und guter Renditechancen sowie einem einfachen Kauf und Verkauf werden ETFs von Experten zum Zwecke der Altersvorsorge regelmäßig empfohlen.

Wer sich also mit Altersvorsorge beschäftigt, sollte sich auch zum Thema ETFs informieren.

Da es sich bei ETFs aber im weiteren Sinne um eine Aktienanlage handelt, muss auch klar sein, dass es während des Anlagezeitraums zu deutlichen Wertschwankungen kommen wird. Wer ein „ganz sicheres“ Produkt sucht, wäre daher mit ETFs vielleicht doch nicht optimal beraten…hier kommt es wieder auf die persönliche Lebenssituation an.

Auch Riester kann – trotz aller Kritik – für bestimmte Personengruppen eine überlegenswerte Ergänzung ihrer Altersvorsorge darstellen. Für wen sich ein Riester-Vertrag besonders lohnen kann, habe ich in diesem Beitrag genauer beschrieben.

Kümmert euch!

Zum Abschluss kann ich nur dazu aufrufen, nicht zu warten, bis Banken vielleicht wirklich irgendwann Negativzinsen erheben, sondern sich schon jetzt Gedanken über Altersvorsorge und alternative Anlagemöglichkeiten zu machen.

Euer späteres Renten-Ich wird euch für die jetzt investierte Zeit und Energie dankbar sein!

Und wer noch nach etwas Motivation zum Sparen sucht, sollte noch einen Blick auf meinen Beitrag “8 Gründe, warum ihr immer noch nicht für das Alter vorsorgt!” werfen.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Die Rente ist eines der Themen, welche gefühlt keine Person gerne anspricht und sich unbewusst vor sich her schiebt. Wer nicht privat vorsorgt, der wird bei Renteneintritt das große erwachen spüren..

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